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"Batman: Under the Red Hood"

Als letztes Jahr „The Dark Knight Rises“ die Lichtspielhäuser dieser Welt eroberte, wurden echte Bat-Fans doch irgendwie unbefriedigt zurückgelassen. Nicht nur, dass „TDKR“ nicht die Qualität seiner beiden Vorgänger halten konnte (nichtsdestotrotz immer noch ein guter Film), es wurde uns außerdem immer wieder klar gemacht, dass dies wohl der letzte Batman-Film von Regisseur Christopher Nolan und Hauptdarsteller Christian Bale ist. Zwar kursieren seitdem auch immer wieder Gerüchte über ein erneutes Reboot des Franchises und einen etwaigen Film zu DC’s „Justice League“, aber widersprechen sich diese Gerüchte doch andauernd und es macht eher den Anschein, als ob die Leute bei Produktionsfirma Warner Brothers nicht so ganz den Plan haben wie sie die Projekte letztendlich angehen sollen.

Allerdings besteht für die nach neuem Bat-Futter hungernden Jünger des dunklen Ritters kein wirklicher Grund zur Diät, denn WB-Tochter Warner Premiere hat in den letzten Jahren einige schöne Animationsfilme veröffentlicht, die jeden Fledermaus-Nerd ansprechen dürften. Den meiner Meinung nach gelungensten möchte ich hier heute vorstellen: „Batman: Under the Red Hood“

Die Story setzt zu einem etwas späteren Zeitpunkt im Comic-Universum ein: Batman ist bereits älter und erfahrener, der erste Robin, Dick Grayson, ist schon zum selbstständigen Superhelden Nightwing geworden und der zweite Robin, Jason Todd, wurde vor fünf Jahren brutal vom Joker ermordet. Nun sieht sich Batman einem Unbekannten gegenüber, der sich die verschiedenen Verbrecherfamilien von Gotham City untertan gemacht hat und einen Krieg gegen den Unterweltboss Black Mask anzettelt. Seltsam ist jedoch, dass dieser Unbekannte sich als Red Hood, eine der vergangenen Identitäten des Jokers, ausgibt, dieser jedoch im Hochsicherheitstrakt der Arkham-Anstalt hinter Gittern sitzt. Außerdem scheint er Batmans Pläne und Gadgets ganz genau zu kennen. Ist er vielleicht ein alter Bekannter des dunklen Ritters?

Wer sich beim Kauf der DVD/Blu-Ray über den blauen FSK 16 Stempel bei einem Animationsfilm wundert, wird schon in den ersten Minuten eines Besseren belehrt, wenn gezeigt wird wie der Joker mit einem Brecheisen immer wieder auf den gefesselten Robin einschlägt. „Batman: Under the Red Hood“ richtet sich klar an ein erwachseneres Publikum: Gewalt wird zwar nicht zelebriert ist jedoch klarer Bestandteil der durchweg düsteren Inszenierung.

Der Film ist mit seinen 75 Minuten Laufzeit sehr straff gehalten und bietet keinerlei Längen. Die Action-Szenen sind allesamt toll und abwechslungsreich inszeniert, und auch die Abschnitte, in denen die Story vorangetragen wird, sind stets sehr kurzweilig, da die Darstellung der Charaktere, der Zeichenstil und die Synchronisation hervorragend miteinander harmonieren und die Dialoge gut geschrieben sind. Überhaupt passt die düstere Ästhetik des Films unglaublich gut zur Story und erinnert in ihrem Stil des Öfteren an die empfehlenswerte „Animated Series“ aus den 90er Jahren. Die deutsche Synchronisation ist durchaus gelungen, aber wer einigermaßen englisch kann, sollte doch lieber den O-Ton wählen, da diese Fassung doch um einiges besser klingt und z.B. mit Bruce Greenwood als Batman und Neil Patrick Harris (ganz genau, der Barney) als Nightwing nicht nur prominente, sondern auch sehr professionelle Sprecher bietet. Wer hier allerdings auch Luke Skywalker-Darsteller Mark Hamill als altbekannte Stimme des Jokers erwartet, wird sich etwas umstellen müssen, denn dieses Mal übernimmt John DiMaggio (der matschige John *gnihihi*) die Stimme des Clown Prince of Crime, liefert aber auch einen ausgezeichneten Job ab.

„Batman: Under the Red Hood“ bietet eine spannende (wenn auch nicht sonderlich originelle) Story, einen stimmigen Look, tolle Action und ist durchweg hochklassig produziert. Ich kann den Film wirklich jedem empfehlen, der sich für Batman interessiert und gerade Comic-Fans werden sich im Gotham von Regisseur Brandon Vietti schnell heimisch fühlen. Doch auch Nicht-Kenner des Comic-Universums können bedenkenlos zugreifen, da im Film selbst alles schlüssig erklärt wird. Allerdings sollte man einer comic-mäßig übertriebenen Inszenierung offen gegenüber stehen.

Absolute Kaufempfehlung!

-Chris-

5.6.13 17:06
 


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