Chris' & Seb's Nerdblog
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Unsere Flop 5 Games - Teil 1

Flop-Listen sind fast genauso schwierig zu schreiben wie Top-Listen. Es handelt sich ja schließlich um subjektive Eindrücke, die diese Spiele bei uns so großartig gut oder furchtbar schlecht gemacht haben und genau diese Subjektivität könnte dem ein oder anderen sauer aufstoßen, wenn er ein, von sich geliebtes, Spiel hier wiederfindet. Letztendlich schreiben wir diese Listen, wie Chris ja schon bemerkt hat, damit IHR uns besser einschätzen könnt und schon im Voraus wisst, ob ihr mit unseren Empfehlungen was anfangen könnt oder eben nicht. So, genug des Vorspiels, los geht’s.

 

The Elder Scrolls IV – Oblivion (2006, Bethesda, PS3, Xbox 360)

Bevor ich hier loslege: Hier ist ausschließlich die Konsolenversion gemeint, da ich die PC Version nie gespielt habe.
Was habe ich mich geärgert, als ich nach dem Kauf dieses Spiels angefangen habe... PS2 Grafik, schlechte Steuerung, konfuse Story und absolute Einsteigerfeindlichkeit: das sind die Assoziationen die ich unweigerlich im Kopf habe, wenn ich an Oblivion denke. Die vom PC gewohnte Qualität der Reihe konnte die Konsolenfassung nicht halten und hat sich deswegen ihren Platz auf dieser Liste gesichert. Noch schlimmer wird es, wenn man das großartige „Skyrim“ im Vergleich sieht, das keines der Probleme hatte, die ich bei Oblivion angesprochen habe.

 

Red Steel (2006, Ubisoft Paris, Wii)

Denke ich an „Red Steel“, kommt mir die Galle hoch. Wie viele tolle Möglichkeiten hätte ein Ego-Shooter mit Schwert und der damals hoch gelobten Wii-Mote? Und was ist draus geworden? Die Story rund um die Yakuza und die Befreiung der Verlobten des Protagonisten klang interessant und was man bis dahin von Red Steel sehen konnte hatte Lust auf mehr gemacht. Nach der anfänglichen Begeisterung für Schwertkämpfe und Gefechte die an die goldene Ära der Lightgun erinnern wollten, kam schnell die Ernüchterung - wie bei fast jedem Wii-Titel. Das stupide Wii-Mote-Gefummel kann man sich sparen und die ganze Kiste aus dem Handgelenk steuern. Über Grafik darf man sich ja bei der Wii eigentlich nicht beschweren, ich mach es aber trotzdem. Das Spiel sah furchtbar aus, hat sich furchtbar gespielt und war der Grund, dass ich mich schnell wieder von der Wii verabschiedet habe. Wer gerne spielt und auch anspruchsvolle Spiele mag, der sollte um „Red Steel“ einen weiten Bogen machen.

 

Turok (2008, Propaganda Games, Xbox 360, PS3)

Den Namen Turok verbinde ich mit den ersten beiden Teilen auf dem N64, also meinem ersten Konsolen-Shooter und ich habe viele gute Erinnerungen an die beiden Spiele. Deswegen brauchte ich auch nicht lange nachdenken als Turok für die aktuelle Konsolengeneration angekündigt wurde. Ich habe über Monate jedes Fitzelchen an Infos aufgesaugt und mich wie schon lange nicht mehr auf ein Spiel gefreut.
Wie falsch ich gelegen habe... Wer die alten Turoks kennt, der wird sich an Action der alten Schule erinnern, abwechslungsreiche Level, Dinos und Menschen als Gegner, herrlich abgedrehte Waffen und einen schweigsamen Turok. Was man bekommen hat, ist eine pervertierte Version, eine Farce. Turok hatte nichts mehr mit seinem Comicvorbild gemein, er wurde zum austauschbaren Weltraumhelden, die durchgeknallten Gegner wurden zur belanglosen Beilage in einer belanglosen Story in einem belanglosen Spiel. Versteht mich nicht falsch, ich feiere Spiele, die sich nicht ernst nehmen und nur unterhalten wollen, aber Turok wollte nicht unterhalten, Turok wollte ernstgenommen werden und hat dabei versagt und zwar so extrem, dass ich mich zusammenreißen muss, hier nicht den Rahmen zu sprengen.
Wenn man die Vorgänger nicht kennt, mag man vielleicht zu einem milderen Urteil kommen, aber für mich fühlt sich dieser Mist einfach nur nach Geldmacherei an, wo ein belangloses Spiel mit einem Namen aufgewertet werden sollte. Epic Fail.

 

Fifa 64 (1997, EA, N64)

Kennt das überhaupt noch jemand? Nein? Gut, dann könnt ihr euch ja vorstellen, warum das hier gelandet ist.
Das erste Fifa für das N64 und direkt ein Fehlschlag, der Ball hing mit einer Schnur am Spieler, die Geschwindigkeit war unangemessen hoch, bevor das Spiel Eingaben angenommen hat, musste immer erst die begonnen Animation bis zum Ende abgespielt werden und und und.
Das vielleicht schlechteste Spiel, das ich jemals gespielt habe.
Weil (bewegte) Bilder mehr sagen als tausend Worte, hier ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=-jnmUyfUOg8

 

Diablo 3 (2012, Blizzard, PC,Mac)

Ich habe „Diablo 2“ bis zum Erbrechen gespielt und war immer überzeugt davon, dass Blizzard auch noch aus Scheiße Gold machen kann. Können sie nicht, aber sie können aus Gold Scheiße machen, wie man bei „Diablo 3“ sieht. „D2“ war ein herrliche Spiel, dass sich rund angefühlt hat. Es hat Spaß gemacht auch noch zum 100. Mal einen Dungeon abzuklappern, es hat Spaß gemacht endlich das erwartete, letzte Rüstungsteil für ein Set droppen zu sehen und generell hat man eigentlich immer Zeit für ein Ründchen gehabt. Das Spiel war perfekt gebalanced und auch die beiden Klassen aus dem Add-On haben sich wunderbar ins Spiel eingefügt. Blizzard hat mit „Diablo 2“ und „Warcraft 3“ die Latte für Sequenzen hoch gelegt und hat auch beim zehnten Anschauen noch für große Augen gesorgt. Unvergessen ist z.B. die Sequenz aus „Warcraft 3“, in der Prinz Arthas als vom Lichkönig korrumpierter Todesritter in seine Heimat zurückkehrt und seinen Vater erschlägt. „World of Warcraft“ Spieler werden sich vielleicht auch an den Blutfleck im Thronsaal von Undercity erinnern, wo genau dieser Mord stattgefunden hat. Es war diese Liebe zum Detail, die Blizzards Spiele außergewöhnlich gemacht hat und es ist genau diese Liebe zum eigenen Produkt, die Blizzard verloren hat. „Diablo 3“ wirkt trotz der opulenten Grafik, der tollen Effekte und dem gleichen Spielprinzip wie „D2“ einfach nur hingerotzt. Es sind die vielen kleinen Kanten, die einen als Fan der Reihe stören, die vielen kleinen Ungereimtheiten, die dem lange erwarteten „Diablo 3“ einen faden Beigeschmack verpassen. Es fühlt sich an, wie das jährliche „Call of Duty“-Update, wie ein Versuch die Kuh noch ein bisschen mehr zu melken oder, um ganz ehrlich zu sein, wie eine Ohrfeige. Wo waren die gewohnte Qualität, das fast perfekte Balancing oder die großen Momente? Blizzard hat nach der desaströsen Release-Version des Spiels zwar versucht ihre Fehler wegzupatchen, aber sie werden nicht die Erinnerungen an genau diese Version des Spiels wegpatchen können, die mich vollkommen desillusioniert zurückgelassen und mir den Spaß an Diablo 3 ruiniert hat.
Ich möchte das schwachsinnige „pay-to-win“ Echtgeld-Auktionshaus noch erwähnt haben, dass einfach wie das Tüpfelchen auf dem „i“ bewiesen hat, dass Blizzard vollkommen den Kontakt zur Realität verloren hat und die Spieler und Fans einfach nur noch als Geldkuh wahrnimmt, die man melken muss.

 

-Seb-

 

30.5.13 15:21
 


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