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Ein Anzug als mobiler Panic Room - wir bequatschen "Iron Man 3"

Playboy hin, Philanthrop her – Tony Stark hat so einige Problemchen seit er in „The Avengers“ dem Wurmloch einen Besuch abstattete. Immer wieder wird der scheinbar nie um einen flotten Spruch verlegene Milliardär von Panikattacken heimgesucht, was nicht nur sein Privatleben langsam zu zerrütten scheint, sondern auch sein Alter Ego Iron Man in seiner überlebensgroßen Existenz bedroht.

Und das alles nur, weil er es nicht lassen konnte die Welt zu retten.

Als sich dann noch der schmierige Wissenschaftler Aldrich Killian (Guy Pearce) an Tonys große Liebe Pepper ranschmeißt und er sich mit dem geheimnisvollen Terrorfürsten namens Mandarin (Ben Kingsley) anlegt, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Ist dies das Ende von Iron Man?

 

Chris:

Da is er wieder, der Tony!

War ich nach dem miesen zweiten Teil eigentlich der Meinung, dass Iron Man tot ist, hatte mich "The Avengers" dann doch unerwartet so sehr bei den Eiern gepackt, dass ich eine weiteren Auftritt von Iron Man freudig erwartet habe. Der fette Trailer hatte mich dann noch vollkommen auf den Hype-Zug aufspringen lassen.

Ich wollte den Tony Stark, dem in jedem Moment ein markiger Spruch über die Lippen geht und den Iron Man, der kräftig Ärsche tritt (sich sogar mit einem Gott prügelt). Eben den Charakter aus dem ersten "Iron Man" Film und "The Avengers" und nicht den nervigen Typen aus dem, ich muss es nochmal sagen, MIESEN zweiten Teil.

Nun, zumindest bei Tony Stark wurden meine Erwartungen ziemlich erfüllt, spielt er doch wieder das sarkastische Arschloch, das wir alle so lieben. Allerdings haben mir die Panikattacken überhaupt nicht gefallen. Die haben den Charakter null weiterentwickelt und wirkten irgendwie lächerlich. In einem Moment klammert sich Tony nach Luft schnappend an seinen Anzug und im Nächsten wird ein Kalauer rausgehauen. Das passte nicht und wirkte aufgesetzt. Um dem Charakter dadurch neue Facetten zu geben wurde das Thema zu oberflächlich behandelt und trotzdem ging es auf Kosten der Anzug-Action, die dieses Mal leider sehr spärlich gesät ist.

 

Seb:

Ich als alter Comic-Nerd kann auch dem 2. „Iron Man“ noch was abgewinnen, da er auf der einen Seite viel offensichtlicher den Bogen zu Marvels vereintem Comicuniversum geschlagen hat und mit Nick Fury auch den "nicht-Abspannguckern" klar gemacht hat, dass die ganze Geschichte sich in Richtung "Avengers" entwickelt. Natürlich kann ich jeden verstehen, für den Teil 2 die Tradition der schlechten Comicverfilmungen aufgegriffen hat.

Nun zu Iron Man 3, ich hab mir im Vorfeld keinen Trailer angesehen, da ich mich einfach überraschen lassen wollte. Natürlich waren auch meine Erwartungen an den Film unglaublich, sogar fast zu hoch. Ich kann aber guten Gewissens sagen, dass ich den Film mag, obwohl ich im Gegensatz zu dem ein oder anderen Kritiker keine Charaktertiefe in den Nachwirkungen von New York (also „The Avengers&ldquo sehen konnte. Natürlich ist mir klar, dass Tony Stark nur ein Mensch in einem Anzug ist und mir ist auch klar, dass sein Fast-Tod ihn nicht unberührt gelassen hat, aber die Lösung die der Familienkonzern Disney hier gewählt hat, nämlich den Shellshock, halte ich für die schlechtere Alternative, da sie im 2. Teil schon den Bogen zur sogenannten „Demon in a Bottle“-Storyline geschlagen haben, in der Tony seine Probleme ertränkt und die hier einfach fallengelassen wird. Außerdem hat Tony Stark im ersten Teil gerade dadurch sympathisch gewirkt, dass er unter der Rüstung aus Sarkasmus, Alkoholismus und Promiskuität, Reue für das empfunden hat, was die von ihm erfundenen Waffen anrichten. Natürlich muss ich dir auch recht geben im Bezug auf die Anzugszenen: Iron Man mag vielleicht nicht ohne Tony Stark funktionieren, aber Tony Stark funktioniert auch ohne Iron Man nicht richtig.

 

Chris:

Schön, dann sehen wir beiden es wohl ähnlich, dass dem guten Tony durch die Panikattacken Tiefe verliehen werden sollte, das mit diesem geringen Fokus aber schlichtweg nicht funktionierte.

Den Nachwirkungen von New York wurden einfach zu wenig Zeit im Plot eingeräumt. Ich hab dafür in so Blockbuster-Produktionen ja auch immer Verständnis, da der Fokus klar auf straffer Inszenierung liegt. Von mir aus muss man den Charakter Tony Stark gar nicht unbedingt vertiefen. Wenn ich unglaublich ausgefeilte Charaktere sehen will, schaue ich mir im Regelfall was anderes als Superheldenfilme an. Ärgerlich finde ich da dann nur immer diese halbgaren Versuche nach dem Friss oder Stirb-Prinzip: „Der hat Probleme, wir haben aber keine Zeit das auszuführen, also akzeptiert das einfach.“

 

Hört sich jetzt natürlich so an als hätte der Film mich nicht überzeugen können, aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. „Iron Man 3“ hat mich über die gesamte Laufzeit super unterhalten und bis auf die genannten Kritikpunkte habe ich überhaupt nichts auszusetzen. Die Story war angenehm interessant, die Witze haben gesessen und sogar der kleine Junge, der im Mittelteil eine Rolle spielt, hat mich trotz seiner altklugen Art nicht sonderlich genervt. (Und altkluge Hollywood-Gören nerven mich eigentlich immer.)

Zum Glück bekommt der relativ wenig Screentime und wenn er dann mal zu sehen ist, harmoniert Robert Downey Jr. einfach perfekt mit ihm.

Überhaupt kann ich mich an RDJ als Tony Stark nicht satt sehen. Das passt wie Arsch auf Eimer.

Doch auch die anderen Darsteller überzeugen hier. Guy Pearce ist ohnehin großartig und geht in seiner Rolle als Schmierlappen so richtig auf, während man Ben Kingsley die ganze Zeit anmerkt, wie viel Spaß ihm die Rolle als Terrorprinz gemacht hat.Einzig Don Cheadle als Iron Patriot/Warmachine bleibt für mich eine Fehlbesetzung. Mit dem Typen werd ich einfach nicht warm.

 

Seb:

Ich hatte anfangs auch meine Probleme mit Don Cheadle, da ich Terrence Howard in der Rolle des Col. Rhodes auch passender fand, allerdings ist Don Cheadle auch ein hochkarätiger Schauspieler, dem man vielleicht nur etwas mehr Screentime geben muss.

Mit deiner Meinung zu RDJ stehst du nicht allein, selbst der geistige Vater Iron Mans, Stan Lee, hat ihn dementsprechend auf der Comic Con geadelt.

Ich hab mich sowieso während des Films gefragt, warum es notwenig war, dieses Kind wie auch die Szenerie hineinzuschreiben, in der Tony Stark diesem Jungen begegnet, denn gerade diesen Teil des Films empfinde ich als den Schwächsten.

Wir könnten uns ohnehin mal über das Tempo des Films unterhalten, denn damit bin ich nicht wirklich zufrieden.

Wo Anfang und Ende genau richtig erzählt sind, man vielleicht im Bombastfinale noch die Schere hätte ansetzen können, tritt die Mitte des Films zu sehr auf die Bremse und verrennt sich beim Versuch tiefgründig zu wirken. Genau diesen Teil rettet eben nicht RDJ bzw. Tony Stark, hier trumpfen Ben Kingsley und Guy Pearce auf. Generell würde der Film in meiner Kritik massiv schlechter abschneiden, wären diese beiden nicht besetzt gewesen.

 

Chris:

Das wirkt jetzt fast schon ekelig anbiedernd, aber ich muss dir hier wieder zustimmen (keine Reibereien, is ja langweilig!). Der Anfang führt den Zuschauer toll in die Story ein und der Film endet in einem Finale, das einem Blockbuster absolut würdig ist.

Der Mittelteil funktioniert da wirklich nicht ganz so gut. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich mich da gelangweilt habe, (das habe ich mich, wie gesagt, den ganzen Film nicht) aber es wirkte schon etwas gestreckt. Göre raus und schon wirkt es straffer. Denn mal ganz ehrlich: Tony hätte es doch auch ohne das Balg geschafft

 Der Versuch dem Charakter Tiefe zu verleihen scheitert also, der Mittelteil ist ein Stück zu lang und Don Cheadle ist doof (doch noch Reiberei!), aber das kann mir den Gesamteindruck von "Iron Man 3" auch nicht versauen. Der Film hat mich mit seiner interessanten Story, den flotten Sprüchen, der toll inszenierten Action (wenn sie dann mal stattfindet) und einer richtig gut aufgelegten Darstellerriege (bis auf Don Cheadle) so überzeugt, dass mir die Mängel eigentlich erst jetzt im Nachhinein wirklich bewusst wurden. Aber auch jetzt finde ich sie nicht so störend, dass ich mich nicht auf die BluRay-Veröffentlichung und einen weiteren Durchgang freuen würde.

"Iron Man 3" ist schönes Popcorn-Kino und als solches kann er sich die wenigen Mängel durchaus leisten.

Im Rahmen seines Genres würde ich "Iron Man 3" eine 2 geben.

 

Seb:

Hui, ein Fazit... Auch wenn ich den Film nicht so gelobt habe, wie er eigentlich verdient, kann ich nur sagen, ich hab mir dem Film auf dem Weg vom Kino zum Auto vorbestellt und das mache ich eher selten. Meistens lass ich die Streifen sacken und überlege dann ob die Euphorie gerechtfertigt war oder nicht und bei „Iron Man 3“ war sie gerechtfertigt, denn der Film hat alles was er braucht um sich würdig in die Marvel-Sammlung einzugliedern.

Ich hatte über die komplette Dauer des Films viel Spaß und den werd ich auch beim erneuten schauen haben. Die Darsteller (auch Don Cheadle!) haben sichtlich Spaß an dem was sie machen, die Action ist wunderbar, die Effekte großartig (unbedingt in 3D schauen!), der Sound passt, obwohl mir hier das typische AC/DC Geknatter gefehlt hat, die Charaktere sind großartig geschrieben (bis auf Panic-Tony ) und die Kameraarbeit reiht sich wunderbar homogen ein.

Zu den bereits beschriebenen Minuspunkten kann ich nix mehr hinzufügen.

Der Film macht Spaß, ist sein Geld wert und reiht sich wunderbar ein. Für mich eine starke 2, die ich ja nach Qualität der BluRay noch steigern würde!

23.5.13 17:08
 


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