Chris' & Seb's Nerdblog
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Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 15

15. Rayman Origins

Als großer Fan von Oldschool Jump and Runs komme ich nicht umhin Ubisofts Helden ohne Gliedmaßen in die Liste mit aufzunehmen. Schon die alten Rayman Teile auf der ersten Playstation oder die 3D-Ableger für das Nintendo 64 waren bereits tolle Spiele, aber mit diesem Stückchen Software ist den Mannen um Michel Ancel ein kleines Meisterwerk gelungen. „Rayman Origins“ ist bunt, verrückt, wunderschön und zum Brüllen komisch. Man merkt in jedem Level wie viel Herzblut in dem Spiel steckt. Spätestens wenn Raymans dicker Kumpel Globox ins Spiel kommt, bleibt kein Auge trocken.

Alles wirkt so schön rund und so herrlich albern – solche Spiele werden heutzutage eigentlich gar nicht mehr gemacht. Auch der Schwierigkeitsgrad erinnert an selige 8 und 16 Bit Zeiten, denn später wird es teilweise ganz schön knackig. Abhilfe verschafft hier der Mehrspielermodus, der es euch erlaubt mit bis zu drei Freunden das Abenteuer zu erleben. Mit 4 Mann wird es zwar schon mal leicht unübersichtlich, aber zu zweit entfaltet der Titel seinen vollen Spielspaß. Ähnlich wie Nintendos „Mario“-Titel vermittelt „Rayman Origins“ puren, einfachen Spaß und sollte von jedem, der dem Genre etwas abgewinnen kann, gespielt werden. Mittlerweile gibt es den Titel schon unglaublich günstig und glaubt mir, allein der tolle handgezeichnete Grafikstil ist jeden Cent wert.

-Chris-

 

 

Chris am 26.7.13 16:10


Peinliche Videospiel-Werbung - Das Mega Drive

Ja,ja. Das gute, alte Mega Drive. Unzählige Stunde habe ich seinerzeit vor Segas schwarzer 16 Bit Kiste verbracht. Und trotzdem musste man sich manchmal doch für seine Liebe zur Konsole schämen, denn die Leute, die bei Sega für die Werbung für das Mega Drive/Genesis verantwortlich waren, müssen die meiste Zeit auf Pilzen gewesen sein. Eine andere Erklärung fällt mir da echt nicht ein. Aber seht selbst. Ich lass mir jetzt erstmal den Cyber Razor Cut machen

1. Ein Spot aus dem deutschen Fernsehen - nur echt mit Porno-Synchro

 http://www.youtube.com/watch?v=-yW-2Fcofyo

 

2. Der einzig wahre Cyber Razor Cut - Wer denkt sich so etwas aus?

 http://www.youtube.com/watch?v=hAAjQskHh-g

 

3. Gibt es einen Werbespot, der noch mehr 90er Jahre Stumpfsinn verbreitet? Irgendwie gruselig.

 http://www.youtube.com/watch?v=d9jp6vHcuuw

 

4. Ja, es gibt einen. Diesen hier nämlich. Sogar mit ultra catchy Theme Song. Vorsicht: Das Lied schraubt sich durch den Gehörgang in die Gehirnwindung und tötet alles in seinem Weg. Clip ansehen auf eigene Gefahr.

 http://www.youtube.com/watch?v=k7nsBoqJ6s8

 

-Chris-

Chris am 21.7.13 17:45


Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 16 (Ehrenplatz für Fanboy Befriedigung)

Wie schon angekündigt, werden in dieser Rubrik meine persönlichen Highlights dieser Konsolengeneration in einem Ranking festgehalten.

Nachdem man in der letzten Zeit so mit Neuigkeiten zu den kommenden Hits für Playstation 4 und Xbox One zugeschmissen wird, dachte ich mir, dass es eigentlich nicht verkehrt ist mal diese (noch) aktuelle Konsolengeneration Revue passieren zu lassen. Im Folgenden lest ihr also meine persönlichen Highlights für PS3 und Xbox 360. Wer die vorgestellten Spiele noch nicht kennt, sollte unbedingt einen Blick riskieren, denn bis zur neuen Generation bleiben ja doch noch ein paar Monate Zeit um Versäumtes nachzuholen


(Natürlich wird sich diese Liste wohl an einigen Stellen mit vorigen Top-Listen überschneiden, die Texte dazu sind aber neu.)

Den Anfang macht der Fanboy-Ehrenplatz der eigentlichen Top 15:

16. Ghostbusters: The Video Game (Atari, Terminal Reality, 2009)

Los geht es mit einem Game, das wohl in keiner anderen Top-Liste auftaucht, ich mich aber selbst ohrfeigen müsste, wenn ich es einfach wegließe. Als großer Ghostbusters-Fan war ich natürlich froh, als 2009 nach langen Jahren des Leidens endlich ein Spiel zum Franchise erschien, das tatsächlich Qualität besitzt. Und noch besser: Es stammt aus der Feder von Harold Ramis und Dan Aykroyd, die auch die Drehbücher für die Kinofilme geschrieben hatten, und erzählen eine komplett neue Geschichte. Quasi ein dritter Teil in Gaming-Form. Ihr merkt schon, dass ich das Spiel sehr durch meine Fanboy-Brille betrachte, aber das ist mir genauso egal wie die spielerischen Schwächen des Titels.

Klar, das Third Person Shooter Gameplay ist nicht mehr als Durchschnitt und die Grafik reißt nun wirklich keine Bäume aus, aber die ganzen Insider-Gags, schrulligen, aus den Filmen bekannten Charaktere, lustigen Dialoge und die original Synchronisation lassen einen das ganz schnell vergessen. „Ghostbusters: The Video Game“ ist eines dieser Spiele, das beweist, dass Liebe zum Detail oftmals wichtiger ist als die technische Umsetzung. Vollkommen überhypte, aber dennoch seelenlose Grafikblender wie „Crysis“ könnten sich von den Geisterjägern ruhig einige Scheiben abschneiden.

Fantastischer Fan-Service!

-Chris-

 

Chris am 19.7.13 16:34


"The Last of Us" - Review

Selten ist es mir so schwer gefallen etwas über ein Spiel zu schreiben. Nicht etwa weil es so schlecht ist - ganz im Gegenteil! - „The Last of Us“ hat mich einfach so geflasht, dass mir die Worte fehlen. Dass uns ein gutes Game erwarten würde, war ja schon irgendwie klar, schließlich ist es von Naughty Dog, eben jenem Entwicklerteam, welches uns schon mit „Crash Bandicoot“, „Jak & Daxter“ und Nathan Drake in „Uncharted“ unzählige Stunden Spielspaß bescherte. Aber wer hätte damit gerechnet, dass der Titel nicht einfach nur gut ist, sondern einem gleich den Boden unter den Füßen wegzieht? Seit Telltale Games' „The Walking Dead“ war ich nicht mehr so involviert in ein Spiel. Boah! Was ein Brett!

Nachdem ich jetzt meine Begeisterung herausposaunt habe, versuche ich mal einen halbwegs objektiven Eindruck zu geben:

Zur Story will ich gar nicht viel sagen, da man sonst Gefahr läuft zu viel zu verraten. Die Ausgangslage dürfte ohnehin fast jeder kennen: In einer nicht allzu entfernten Zukunft existiert die Welt nicht mehr so wie wir sie kennen, denn ein Pilz hat den den Großteil der Menschheit infiziert und sie zu willenlosen, aggressiven (Zombie-ähnlichen) Bestien mutieren lassen. Einstige Metropolen sind verlassen und liegen fest in der Hand von Infizierten. Nur ein paar marodierende Banden haben an einigen Stellen ihr Lager aufgeschlagen und hoffen verzweifelte Reisende in einen Hinterhalt zu locken.

Die meisten Überlebenden haben sich in Quarantänezonen versammelt, die von verbliebenen Militärs regiert werden und versuchen ein halbwegs normales Leben zu führen. Die Vorräte sind jedoch äußerst knapp und seit einiger Zeit tobt auch noch ein Guerilla-Krieg zwischen dem Militär und der Widerstandstruppe 'Fireflies'. Menschlichkeit ist in der Welt von „The Last of Us“ durch den nackten Kampf ums Überleben ersetzt worden.

Hier übernimmt man die Rolle des Schmugglers Joel, der sich mit seiner Partnerin Tess öfters aus der Zone herausschleicht um Güter zu beschaffen. Durch einen Zufall treffen die beiden auf die verwundete Anführerin der Fireflies, die ihnen den Auftrag gibt etwas aus der Stadt zu schmuggeln und an eine bereits außerhalb wartende Gruppe der Widerstandsbewegung zu übergeben. Die Überraschung ist groß, als die beiden schließlich feststellen, dass es sich bei der Schmuggelware um ein etwa 13-jähriges Mädchen namens Ellie handelt und sogar noch größer als sie erfahren, dass Ellie scheinbar immun gegen den Pilz-Virus ist und somit die Rettung für den kümmerlichen Rest der Menschheit sein könnte. Nun beginnt eine Reise quer durch das trostlose Land, vorbei an unzähligen Gefahren, diesem winzigen Hoffnungsschimmer entgegen.

Ihr merkt schon, die Story ist nicht gerade Oscar würdig und wird auch im weiteren Spielverlauf immer wieder von gängigen Endzeit-Klischees ergänzt. Typisch für Naughty Dog sind die Charaktere und Dialoge jedoch fantastisch geschrieben und ausgearbeitet. Die Figuren haben alle ihre nachvollziehbaren Eigenheiten, entwickeln sich weiter und erschaffen so, in Verbundenheit mit der toll designten Spielwelt, eine authentische Atmosphäre, die den Spieler quasi in sich aufsaugt. Das sieht man vor allem an der Beziehung zwischen Joel und Ellie, die sich erst dagegen sträuben miteinander auszukommen, schließlich aber doch ein eingespieltes Team werden und sich langsam eine emotionale Bindung entwickelt.

Gerade der Ellie-Charakter macht einfach Spaß, da sie nie ein nerviges Anhängsel ist. Es ist interessant ihr zuzuhören, wenn sie zum ersten mal die 'Wunder' außerhalb der Quarantänezone entdeckt oder versucht sich selbst das Pfeifen beizubringen. Schön auch, dass sie nicht einfach nur Kind oder nur abgehärtetes Mädel in einer rauen Welt ist. Vielmehr merkt man der Figur an, dass sie in dieser Welt einer Kindheit beraubt wurde und sich zumindest äußerlich immer als tough präsentieren musste, an einigen Stellen dann aber doch immer wieder zum Vorschein kommt, dass sie eigentlich ein zerbrechlicher junger Mensch ist. Ellie wird durch den kernigen Joel perfekt ergänzt.

Die schon erwähnte Atmosphäre ist auch essenzieller Teil des Gameplays. Ob man die verlassenen Ruinen einst prachtvoller Städte nach verwertbaren Gegenständen erkundet, sich an einer Horde Infizierter vorbei schleicht oder sich ein Feuergefecht mit einer Räuberbande liefert, „The Last of Us“ ist immer spannend, fordernd und intensiv. Das Spiel versteht es dem Spieler das Gefühl zu geben sich tatsächlich im Überlebenskampf zu befinden.

Vor allem die Gefechte mit menschlichen Gegnern fühlen sich ungemein packend an, da Joel nicht viel einstecken kann, mit seiner meist knappen Munition haushalten muss und die KI versucht den Kreis um den Spieler immer enger zu ziehen.

Auch wenn man wohl durch das Spiel kommt, wenn man immer die offene Konfrontation sucht, ist das Gameplay doch klar auf Stealth ausgerichtet. Die Mechanik funktioniert hervorragend und dazu ist es unglaublich befriedigend die Gegner zu überlisten und in die eigene Falle gehen zu lassen. Hilfreich sind hier vor allem Rauchgranaten, Molotov-Cocktails und Nagelbomben, die sich mit gefundenen Gegenständen herstellen lassen, genauso wie sich Joels Waffen mit gesammelten Werkzeugteilen aufrüsten lassen.

Beim Kampf gegen Infizierte ist das Schleichen sogar Pflicht. Kann man die normal Mutierten 'Runner' noch im Kampf besiegen, kommt man gegen die sogenannten 'Clicker' nur mit leisem Vorgehen an. Die Clicker sind blind und 'sehen' quasi durch ihr abgesondertes klicken. Kriegt einen ein Clicker zu packen ist man sofort tot. Hinzu kommt, dass die Viecher schaurig-schön designt sind, so dass es einem immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen lässt, wenn man in einen dunklen Raum stolpert und das charakteristische klicken ertönt. Joel ist jedoch auch hier nicht ganz wehrlos, da er in den sogennanten 'Lauschmodus' wechseln kann, der es ihm erlaubt Gegner im Areal zu orten, wenn sie denn Geräusche machen. Dies ist aber vollkommen optional und kann für das Hardcore-Spielerlebnis also auch ignoriert werden. Übermächtig ist dieser Modus allerdings auch nicht, das Spiel hat insgesamt ein sehr gutes Balancing. Es ist oft fordernd, aber fair.

Muss ich zur Technik eines Naughty Dog Games eigentlich überhaupt etwas sagen? Vielleicht nur so viel: Es sieht gewohnt großartig aus! Die komplette Welt wirkt sowohl in Farbgebung, als auch Design ungemein stimmig und authentisch. Allgemein lässt sich sagen, dass es, trotz der ein oder anderen matschigen Textur, eines der schönsten Spiele dieser Konsolengeneration ist.

Die Mischung aus spannendem Gameplay, tollen Charakteren und passendem Look sorgt dafür, dass „The Last of Us“ eines dieser Spiele ist, in denen man sich verlieren kann.

Fazit? Kaufen!

Anders kann ich es wirklich nicht sagen. „The Last of Us“ muss man als echter Gamer einfach gespielt haben. Was einem hier an Atmosphäre, Inszenierung und Spannung geboten wird, ist schlichtweg atemberaubend. Es ist eines dieser Spiele, wo wirklich jedes Rädchen ineinander greift: die Grafik ist top, das Gameplay packend, die Charaktere gehen einem echt nah und man möchte unbedingt wissen, was als nächstes passiert. Auch wenn ich mich persönlich ziemlich umstellen musste, weil ich normalerweise eher nicht so der Stealth-Spieler bin, hat mir nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wirklich jedes Gefecht Spaß gemacht. Alles wirkt so stimmig, griffig und... ja, eben authentisch. „The Last of Us“ ist wirklich rundum gelungen und ist ein Pflicht-Titel für jeden mit einer Playstation 3. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass auch eingefleischte Xbox 360-Jünger sich mal überlegen sollten, sich mit diesem Spiel als Anreiz auch noch eine PS3 zuzulegen.

Naughty Dog ist hier was Großes gelungen. Eines der besten Spiele dieser Generation.

-Chris-

Chris am 18.7.13 16:48


erste Eindrücke zu "The Last of Us"

Tja, hier wollte ich eigentlich meine ersten Eindrücke zu Sonys neuem Exklusititel "The Last of Us" schildern. Drei Stunden habe ich bisher reingespielt und war hin und weg: Tolle Grafik, fetter Sound, spaßiges Gameplay. Beim spielen habe ich mir schon überlegt, wie ich wohl hier schwärmen werde, aber... naja, 1. kommt es anders und 2. als man denkt. So wurde ich doch von einem fiesen Speicherbug heimgesucht, der dafür sorgt, dass ich alles nochmal spielen muss. Ätzend!

Nachdem ich dem ersten Impuls widerstanden habe meine PS3 mitsamt Spiel aus dem geschlossenen Fenster zu werfen, habe ich dann mal diese ominöse Suchmaschine namens Google mit meinen Problemen bemüht, und siehe da - der Speicherbug hat auch schon andere zur Weißglut getrieben.

Offensichtlich verursacht der standardmäßig eingestellte Auto-Save diesen Bug und lässt Spieler weltweit verzweifeln. Das automatische Speichern kann wohl nur umgangen werden, wenn man beim starten eines neuen Spiels keinen Speicherpunkt auf der Festplatte festlegt. Also statt "New Save Data" normal mit X zu bestätigen, den Vorgang mit O abbrechen. Andernfalls kann dieser Bug wohl zu jeder Zeit im Spiel auftreten und es kann ab diesem Punkt einfach nicht mehr gespeichert werden.

Ironie des Schicksals, wo ich doch letzte Woche erst über das Risiko von Day One-Käufen geschrieben habe. Tja, Shit happens! Hoffentlich wird bald nachgepatcht. Ich werde dann wohl morgen mal (OHNE Auto-Save) ein neues Spiel starten. Bleibt mir ja auch nichts anderes übrig :/

Ein Glück, dass "The Last of Us" so ein grandioses Spiel zu sein scheint, denn sonst läge die Playsi jetzt wohl wirklich irgendwo zertrümmert in Nachbars Garten.

-Chris-

Chris am 14.6.13 18:32


"Tomb Raider"

Was macht man heutzutage wenn eine alteingesessene Spielemarke nicht mehr funktioniert? Richtig! Einen Reboot.

Obwohl schon so viele Spieleserien daran gescheitert sind, hat ja schon Kollege Dante von Capcom bewiesen, dass so ein Neustart kein hoffnungsloses Unterfangen sein muss (mehr dazu demnächst). Doch kann man eine Figur, die so tief in der Popkultur verwurzelt ist wie Lara Croft, wirklich einfach neu definieren? Crystal Dynamics sagt „JA“ und serviert uns mit dem schlicht betitelten „Tomb Raider“ einen fetten Action-Blockbuster, der zwar NULL Innovationen bietet, aber über die komplette Spieldauer super Unterhaltung liefert. Ich jedenfalls habe mich zu keiner Sekunde gelangweilt und würde sogar so weit gehen zu sagen, dass dieser Re-Boot der rundeste Serienteil ist.

„WAAAAAAAAAAAS?!?“

Ich kann die Schreie der Empörung bis hierhin hören und würde wohl in so ziemlich jedem Gaming-Forum entweder von selbst ernannten Experten belehrt werden, wie wenig Ahnung ich doch habe oder würde erfahren wie viele Minderjährige schon was mit meiner Mutter hatten, aber das ist wirklich meine Meinung. Seien wir doch mal ehrlich: Wir schauen seit Jahren mit verklärter Nostalgie auf die alten Teile. Die Stories waren Müll und die Steuerung kam aus der Hölle. Was uns so positiv in Erinnerung bleibt ist doch wohl vielmehr die damals noch neue Erfahrung geboten bekommen zu haben, ein richtiges Indiana Jones-mäßiges Abenteuer zu erleben.

Versteht mich nicht falsch! Die „Tomb Raider“-Teile waren in ihrer Zeit gute Games, aber das Gameplay (und die vorhandenen Schwächen) würden wohl heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Wir haben damals während dem Erkunden der Spielwelt noch über die Mängel hinwegsehen können (Experience over Gameplay), mittlerweile sind sie aber unübersehbar.

Klar, die Story vom Reboot gewinnt auch keinen Preis für Originalität, aber die Steuerung fühlt sich in jeder Situation geschmeidig (selbst das automatische In Deckung-gehen funktioniert hervorragend) und kontextsensitiv an. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sprünge auf Sekunde und Millimeter genau getimed werden mussten. Heureka!

Doch mal schnell zur kurz (und spoilerfrei!) erzählten Handlung: Lara Croft hat gerade ihren Uni-Abschluss in der Tasche und will sich beweisen. Sie heuert auf dem Schiff Endurance an, dessen Crew sich auf Drängen von Lara, an die Suche nach der geheimnisvollen Insel Yamatai macht. Das Schiff gerät in einen Sturm, geht unter und Lara strandet alleine an der Küste. Im weiteren Verlauf muss Lara ihre Freunde finden, das Geheimnis der Insel lüften (, die seltsamerweise jeden Fluchtversuch verhindert) und gegen einen mysteriösen Kult kämpfen, dessen Anführer (keine Sorge; es ist NICHT Aiman Abdallah) die Überlebenden der Endurance tot sehen will.

So belanglos die Story in dieser Kurzzusammenfassung wirkt, so spannend wird sie jedoch erzählt. Man möchte, gerade aufgrund der tollen Inszenierung, eigentlich immer wissen wie es weitergeht.

Die Charaktere sind allerdings weniger gelungen. Während Lara einem ja doch auch gerade wegen ihrer (anfänglichen) Zerbrechlichkeit und Menschlichkeit sympathisch ist und auch halbwegs glaubhaft rüberkommt, sind ihre Freunde allesamt nervig, dumm und unnütz (apropos: Spiel unbedingt auf Englisch stellen! Nora Tschirner (als Laras Stimme) ist scheiße!). Auch Laras Wandlung vom schüchternen jungen Ding zur kampferprobten Amazone ist erzählerisch eher schwach und hätte mehr Zeit benötigt. Dies ist allerdings verschmerzbar, da dem Blockbuster sonst wohl zu viel Schwung genommen würde. Es fällt auf, stört aber nicht wirklich, da das Spiel nie den Leerlauf bietet, bei dem man sich über so etwas Gedanken macht.

Alles in allem ist „Tomb Raider“ ein Action-Adventure der neuen Schule, sprich: es orientiert sich stark an der „Uncharted“-Formel (klettern, ballern, rätseln). Den oft genannten Kritikpunkt, dass zu viel geballert wird, kann ich hier auch nicht ganz nachvollziehen. Die Feuergefechte in „Uncharted 3“ fühlten sich meiner Meinung nach sogar gestreckter und nerviger an. Schade finde ich eigentlich nur, dass es kaum bis gar keine Zwischenbosse gibt.

Das Erkunden und Rätseln kommt zwar in der Haupthandlung etwas zu kurz, jedoch gibt es optionale versteckte Grabkammern, die erforscht werden können und am Ende mit einem kleinen Rätsel aufwarten.

Eine weitere Gemeinsamkeit mit Nathan Drakes Abenteuern ist die optische Wucht, die einem das Spiel entgegenschlägt. Präsentation und Inszenierung könnten direkt aus einer großen Hollywood-Produktion stammen. Dazu sieht „Tomb Raider“ einfach fantastisch aus und läuft stets ruckelfrei und flüssig. Technisch gehört es ganz klar zu den stärksten Games dieser Konsolengeneration.

 „Tomb Raider“ ist sicherlich kein Spiel, das jeder Gamer mal gespielt haben muss. Dafür bietet es einfach zu wenig Neues. Allerdings macht es alles, was es macht, eben gut bis sehr gut und wirkt trotz kleineren narrativen Mängeln und dem Fokus auf Action niemals plump. Wer keine Reformation des Mediums erwartet und einfach einen tollen Action-Abenteuer-Bombast genießen möchte, sollte unbedingt zugreifen.

 -Chris-

Chris am 13.6.13 18:34


Xbox LIVE Gratis-Spiel

Hey, hey!

Kurze Info für alle Xbox LIVE-Mitglieder: Momentan gibt es das Spiel "Fable 3" kostenlos, gratis und für lau.

Zwar kein Meisterwerk, aber doch ein durchaus empfehlenswertes Spiel.

Reingehauen und viel Spaß!

-Chris-

Chris am 12.6.13 17:14


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