Chris' & Seb's Nerdblog
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Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 10

10. Assassin's Creed 2

Wer meine Texte kennt, ist unweigerlich schon öfters über mehr oder weniger kleine Sticheleien gegen „Assassin's Creed 3“ oder auch allgemein gegen die Veröffentlichungspolitik der Serie von Ubisoft gestolpert. Ja, ich finde die Politik von Ubisoft scheiße, und ja, ich finde, dass die Serie degeneriert ist. „Revelations“ fand ich langweilig und der dritte Teil war für mich persönlich eine Riesenenttäuschung. Das ändert allerdings nichts daran, dass ich „Assassin's Creed 2“ für ein hervorragendes Spiel und den besten Serienteil halte. Hier merkte man noch, dass viel Liebe und Detailarbeit drin steckte.

Die Geschichte um den Lebemann Ezio Auditore da Firenze ist spannend und wendungsreich (damals wirkten die Twists der Serie noch nicht so gezwungen), die Charaktere sind gut geschrieben und das Spiel wirkt allgemein einfach rund. Das war allerdings 2009 und seitdem hat Ubisoft NICHTS Neues in die Serie eingebaut. Dies kann man dem zweiten Teil jedoch natürlich nicht vorwerfen. Ich finde es schon irgendwie traurig, dass ich meine Verbitterung über die Serie in diesem Text nicht ganz verbergen kann, obwohl ich eher darauf hinaus wollte wie toll „AC 2“ ist.

Jedenfalls ist „Assassin's Creed 2“ ein gelungenes Action-Adventure, das ich wirklich jedem empfehlen kann, der es noch nicht gespielt hat. Die anderen Teile würde ich in der Retrospektive aber auslassen.

-Chris-

 

Chris am 26.8.13 21:47


Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 11

11. Gears of War 1 - 3

„Gears of War“ ist prollig, übertrieben brutal und irgendwie auch ein bißchen doof – und genau deshalb muss es einfach in diese Liste! Die „Gears“-Reihe ist sich dieser Attribute nämlich durchaus bewusst und nimmt sich demzufolge auch nicht sonderlich ernst. Der abgefeuerte Stumpfsinn wird mit Action-Klischees aus der Dose angereichert und ordentlich zelebriert.

Das kann man dem fett aussehenden Dauergemetzel aber nicht übel nehmen, denn die mit Macho-Sprüchen angereicherten Gefechte gegen die fiese Locust-Brut machen einfach zu viel Spaß. Hier lebt der augenzwinkernde Action-Trash der 80er und frühen 90er Jahre wieder auf.

Während der erste Teil sich komplett auf Dauerfeuer verlässt, versucht die Serie danach neben ihrem B-Movie-Charme auch vernünftiges Storytelling einzuführen. Die Geschichte ist zwar ziemlich platt, doch mit der Zeit wächst einem das durchgeknallte Soldaten-Squad doch irgendwie ans Herz, wodurch sich teilweise sogar surreal emotionale Momente ergeben.

#SPOILERSPOILERSPOILER#

Die Szene im zweiten Teil, in der Dom seine Frau Maria wieder findet und sie von ihrem Elend erlöst, bleibt unvergessen herzerweichend.

#SPOILERENDESPOILERENDESPOILERENDE#

Wer Action mag, mag auch die „Gears“-Reihe. Also: Kettensäge geölt, Magazin in die Wumme und los geht’s!

-Chris-

Chris am 21.8.13 16:54


Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 12

12. Heavy Rain

 

Über das Spiel von David Cage ist schon viel gesagt worden. Fans loben die spannende Handlung und das filmreife Erlebnis, während die Kritiker Logiklöcher bemängeln und ankreiden, dass es gar kein richtiges Spiel, sondern vielmehr ein interaktiver Film ist. Was soll ich dazu sagen? Beide haben recht.

Die Jagd nach dem 'Origami-Killer', einem Kindermörder, ist durchgehend spannend und orientiert sich inszenatorisch klar an David Fincher's Film „Sieben“. Die Logiklöcher im späteren Handlungsverlauf sind nicht von der Hand zu weisen, haben mich persönlich aber gar nicht gestört, da sie das Erlebnis „Heavy Rain“ nicht wirklich beeinträchtigt haben. Im Eifer der packenden Quick Time Events (mag ich eigentlich auch nicht sonderlich, sind hier aber wirklich gut eingesetzt) hat man meist auch gar keine Zeit über eventuelle Ungereimtheiten nachzudenken. Später kratzt man sich allerdings dann doch öfters mal den Kopf.

Den Kritikpunkt des interaktiven Films kann ich allerdings so nicht ganz gelten lassen. Was ist so schlimm daran, dass zwischen dem ganzen Wust von Shootern hie und da mal ein Game erscheint, das sich eher als filmisches Erlebnis versteht? Sorry, aber das 'Argument' ist Bullshit.

„Heavy Rain“ zeigt, obwohl (oder vielleicht auch gerade eben weil) es sich nicht auf gängige Gaming-Tugenden stützt, immer mal wieder auf, was mit diesem Medium möglich ist und Videospiele auch aus etwas anderem als Krachbummpeng bestehen können ( - nix gegen Krachbummpeng, aber das muss ja auch nicht immer sein).

Es ist ein exzellentes Beispiel dafür wie Immersion wirken kann, und dass die Einbindung von Emotionen dem gesamten Medium zu neuer Reife verhelfen kann. Wer Wert auf erwachsene Spiele legt, muss „Heavy Rain“ mal gezockt haben. Es stünde gewiss etwas höher in meiner Liste, gäbe es nicht ein bestimmtes Game, das in die gleiche Kerbe schlägt, aber noch um einiges ergreifender ist und somit den zweiten Platz erobert hat

-Chris-

 

Chris am 15.8.13 16:01


"Wolverine - Weg des Kriegers"

Der vorangegangene Wolverine-Stand Alone-Film wurde damals nur zwiespältig aufgenommen, vor allem die Darstellung von Fan-Liebling Deadpool wurde von vielen Zuschauern (zurecht) stark kritisiert. Diesmal sollte es also besser werden und sämtliche Anhänger vom grimmigen Logan zufriedenstellen. Die Vorzeichen standen sogar wirklich gut: Hugh Jackman als Zuschauermagnet ist wieder an Bord, Comic-Verfilmungen haben momentan einen Riesen-Boom und James Mangold, der uns schon so tolle Filme wie „Walk the Line“, „Identität“ und den hervorragenden „Cop Land“ bescherte, nimmt auf dem Regie-Stuhl platz. Also stehen eigentlich alle Zeichen auf Hit. Überhaupt keine Frage, dass sich „Wolverine – Weg des Kriegers“ in die Liste der gelungenen Comic-Verfilmungen irgendwo zwischen „The Avengers“ und „Watchmen“ einreiht. Tja, erstens kommt es anders und zweitens... Ach, Scheiße!

Um es vorweg zu nehmen, ich bin absolut kein Fan von Hugh Jackman. Ich halte ihn sogar für ziemlich talentfrei und konnte ihn bislang wirklich nur in seiner Rolle als Wolverine ertragen. Wenn ich dann aus dem Kino komme und mein Fazit lautet, dass er sich souverän durch ein Desaster spielt, er der einzige Lichtblick ist - ja, Mr. Jackman mir sogar leid tut an dieser mittelschweren cineastischen Katastrophe mitgewirkt zu haben – dann ist wirklich etwas falsch gelaufen!

Was genau so schlecht ist? Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

Eigentlich hätte ich schon skeptisch werden sollen, als direkt am Anfang ein richtig mies gemachter CGI-Bär durch den Wald trottet. Und „mies“ beschreibt noch nicht einmal im Ansatz wie kacke dieser Bär aussieht. Würde mich ehrlich gesagt nicht wundern, wenn das Vieh auf einer Playstation 1 gerendert worden ist. Ärgerlich, gerade wenn man bedenkt, dass uns die dritte Staffel „Game of Thrones“ vor kurzem noch gezeigt hat wie großartig es aussieht einen echten Bären zu benutzen. Und dabei handelt es sich immer noch 'nur' um eine TV-Serie. Warum ich mich so über einen doofen, unwichtigen Bären aufrege? Ganz einfach, das ist nur ein Beispiel dafür, wie lieblos hingerotzt der ganze Film wirkt.

Nehmen wir nur mal die Story, die so dünn ist, dass sie die Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient. Logan, der eigentlich keinen Bock mehr hat Wolverine zu sein, wird nach Japan gebracht, wo ihm ein alter Mann anbietet ihn sterblich zu machen und diese Kraft auf den im Sterben liegenden Alten zu transferieren. Logan lehnt ab, der Alte stirbt. Auf der Beerdigung tauchen plötzlich böse Leute auf, die gemäß ihrer bösen Natur die Enkeltochter entführen wollen, eine böse Frau blockiert Wolverines Selbstheilung, aus dem Grund, dass sie einfach noch böser als alle anderen Bösen ist. Voll böse! Njoa, das war's eigentlich. Warum die Böseste der Bösen so böse ist, wird nicht erklärt. Sie ist halt einfach böse. Frisst das, ihr doofen Zuschauer!

Zu der gelinde gesagt simplen „Geschichte“ gesellen sich noch ein paar böse Logiklöcher, hölzerne Dialoge und schlichtweg dumme Szenen, die den Film schließlich gänzlich ins Lächerliche abdriften lassen. Ein spoilerfreies Beispiel: An einer Stelle steigt Wolverine bei einer Verbündeten ins Auto: „Fahr los!“ - „Logan, ich muss dir was sagen.“ - „Fahr los!“ - „Logan, ich...“ - „Fahr!“. Also fahren sie den ganzen Weg von Nagasaki bis Tokio, reden scheinbar kein einziges Wort während der mehrstündigen Autofahrt und als sie endlich ankommen erzählt sie dann, was ja so wichtig war. Ich kenn mich mit japanischen Traditionen nicht so aus, aber ich gehe mal fest davon aus, dass reden bei einer Autofahrt nicht verboten ist. Und dies ist wahrhaftig nur eine der harmloseren dummen Szenen.

Wer sich jetzt denkt: „Da kann ich locker drüber wegsehen solange es fette Action gibt“, den muss ich auch hier leider enttäuschen. Es gibt in den gesamten zwei Stunden nur vier kurze Action-Szenen, die man auch wirklich als solche bezeichnen kann. Und von denen ist auch nur eine ganz OK. Die meiste Zeit wird gefüllt mit einem grimmig dreinschauenden Hugh Jackman, dämlichem Gesülze und nervigen Traumsequenzen, bei denen man spätestens während der Dritten aufstehen und „Halt endlich die Fresse!“ rufen möchte. Nicht einmal der Showdown ist sonderlich aufregend, wirkt sogar eher ungewollt komisch.

Nach dem Abspann wird dann zwar noch versucht wenigstens etwas Fan-Service zu bieten,

SPOILERSPOILERSPOILER

Magneto und Captain Picard auf einem Schäuble-Moped suchen Logan auf

SPOILERENDESPOILERENDESPOILERENDE

aber das rettet den Film auch nicht mehr vor dem Urteil, dass „Wolverine – Weg des Krieger“ schnell und lieblos hingeschludert wurde um den Leuten ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Film ist richtig, richtig, richtig schlecht. Man merkt an allen Ecken und Enden, dass sich überhaupt keine Mühe gegeben wurde, da die Leute ja eh ins Kino rennen, wenn der Wolverine-Stempel auf den Plakaten prangt. Anders lässt sich nicht erklären wie dieses Drehbuch überhaupt durchgewunken werden konnte. Wahrscheinlich haben die Studiobosse bei 20th Century Fox auch nur das Wort 'Wolverine' gelesen und der Rest wurde von den Dollarzeichen in den Augen verdeckt.

Wer ihn immer noch unbedingt sehen will, sollte zumindest warten bis man ihn aus der Videothek ausleihen kann. Eine Kinokarte für dieses Machwerk ist Abzocke.

-Chris-

Chris am 5.8.13 15:43


Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 13

13. DmC - Devil May Cry

„Sakrileg!“, werden jetzt wohl einige schreien. Und es kommt noch schlimmer, denn ich muss gestehen, dass ich persönlich dieses Reboot sogar als stärksten Teil der Serie sehe. Mit dem androgynen Dante im Japano-Stil konnte ich nämlich (obwohl ich die meisten Games gut fand) nie so viel anfangen. Der punkige Dante mit der großen Klappe gefällt mir da schon um einiges besser.

Entwickler Ninja Theory hatte schon mit den leider wenig beachteten „Heavenly Sword“ und „Enslaved – Odyssey to the West“ bewiesen, dass sie schöne Action-Adventures machen können, haben sich mit „DMC“ aber noch einmal selbst übertroffen. Grafikstil, Sound, Kampfsystem und Leveldesign passen wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge und machen einfach Spaß.

Alles wirkt so schön abgefahren und übertrieben und hebt sich so wohltuend von den vielen auf Realismus getrimmten Games der heutigen Zeit ab. Überhaupt könnte man sagen, dass Dantes Neuauflage nochmal ein richtig typisches Videospiel ist. Nichts scheint unmöglich und durch die (überraschend spannende) Story scheint immer wieder eine gehörige Prise Selbstironie.

Die normalen Gegner im Spiel machen schon einiges her, Highlight von „DMC“ sind aber ganz klar die Boss-Kämpfe. Die Viecher sind abwechslungsreich, geil designt und riesengroß. Wenn sich Dante dann auch noch mit einer gigantischen Made ein „Fuck you!“-Duell liefert, kann man sich ein Grinsen gar nicht verkneifen.

„DMC“ ist abgefahren und wirkt dadurch angenehm anders. Liebhaber von Action-Spielen müssen unbedingt zuschlagen – ich garantiere: sie werden höllischen Spaß haben.

-Chris-

Chris am 2.8.13 17:25


Gaming-'Meilensteine' dieser Generation - Platz 14

14. Alan Wake

Irgendwie seltsam, dass sich dieses Spiel in meine Liste geschlichen hat, denn normalerweise meide ich das Horror-Genre wie ein Fan des FC Köln die Dusche. Ich gebe es hiermit zu: Ich bin ein Horror-Schisser. Nicht allgemein, nur bei Spielen. Hier scheint die Immersion tatsächlich zu gut zu funktionieren bei mir, denn Games wie „Dead Space“ sind mir wirklich zu nervenaufreibend.

Bei Filmen und Büchern macht mir Horror allerdings gar nichts aus – ganz im Gegenteil – ich liebe gute Horrorfilme und bin ein großer Stephen King Fan. Meiner Liebe zu den Büchern von Herrn King habe ich es wohl auch zu verdanken, dass ich damals dann doch einen Blick auf „Alan Wake“ riskiert hatte, schließlich wurde der Titel oft als 'spielbarer Stephen King Roman' beschrieben. Und was soll ich sagen? Diese Beschreibung ist ziemlich zutreffend.

Präsentation, Handlung und Charakterzeichnung sind wirklich stark an die Werke von King angelehnt, das Spiel verneigt sich zudem offen vor ihm, indem es mit einem Zitat des Autors beginnt. Dies vermischt sich alles noch mit einer gehörigen Prise David Lynch, denn das Spiel erinnert inszenatorisch doch immer wieder an dessen TV Serie „Twin Peaks“. „Alan Wake“ ist wie eine Serie in einzelne Folgen aufgeteilt, die jeweils mit einem Cliffhanger enden und mit einer Zusammenfassung der vorherigen Erlebnisse beginnen.

Von der Story möchte ich eigentlich nichts verraten, da man die wendungsreiche Geschichte selbst erleben sollte. Nur so viel: Der unter Albträumen und einer Schreibblockade leidende Bestseller Autor Alan Wake reist mit seiner Frau in die beschauliche Kleinstadt Bright Falls, um sich zu erholen und endlich wieder schreiben zu können. Des Nachts scheint aber eine unerklärliche dunkle Macht die Kontrolle über die Stadt zu übernehmen und plötzlich verschwindet Alans Frau. Alan denkt zuerst, dass sie entführt worden sei, aber schnell stellt sich heraus, dass mehr dahinter steckt und er den Kampf gegen die dunklen Kreaturen aufnehmen muss, die die Kleinstadt nach Sonnenuntergang heimsuchen. Dazu findet er auch noch von ihm selbst geschriebene Manuskriptseiten, in denen alles steht, was gerade geschieht. Ist er etwa in seiner eigenen Geschichte? Aber warum kann er sich nicht daran erinnern, sie geschrieben zu haben?

Das Gameplay besteht hauptsächlich aus Kämpfen gegen Schattengestalten und dem Lösen simpler Rätsel, die Story und Inszenierung sind aber so packend, dass ich locker über das teilweise doch sehr repetitive Spielgeschehen hinweg sehen kann.

„Alan Wake“ ist ein richtig gutes und spannendes Spiel, das mich alten Horror-Schisser öfters mal hat aufschrecken lassen. Es verbreitet sicherlich nicht so viel unbehagliches Grauen wie die „Silent Hill“-Serie, dennoch ist es äußerst atmosphärisch und gehört in die Spielesammlung von jedem, der etwas mit den Geschichten von Stephen King anzufangen weiß.

-Chris-

Chris am 31.7.13 17:39


Einwurf: "Watch Dogs" - Ist der Hype berechtigt?

Auf der E3 2012 gab es kaum ein anderes Thema als Ubisofts Cyberpunk-Action und auch dieses Jahr sorgt „Watch Dogs“ bei der Gamer-Gemeinde immer noch für offene Münder und der Hype kennt scheinbar keine Grenzen. Für viele Zocker ist das 'Hacker-GTA' jetzt schon das Spiel des Jahres und eben auch der Killer des Open World-Vorbildes „Grand Theft Auto“. Fragt man nach Argumenten für jene These hört man meist nur so was wie „Das sieht geil aus!“ oder „Man kann die ganze Stadt manipulieren!“

Finde ich das „Watch Dogs“ geil aussieht? - Dickes Ja! Bin ich gehypt? - Riesengroßes fettes NEIN!

Die beiden 'Argumente', an die sich viele Spieler klammern und einem immer wieder vom Publisher unter die Nase gerieben werden, sind nämlich äußerst zwiespältig. Klar sieht das gut aus und natürlich hat das Game ein enormes Potenzial. Aber eben auch ein genauso großes Potenzial zu floppen und sich als riesige Enttäuschung zu entpuppen.

Mal ganz davon abgesehen, dass die beste Grafik noch lange kein gutes Spiel macht (siehe „Crysis" ), ist es noch überhaupt nicht klar, ob „Watch Dogs“ überhaupt so gut aussehen wird. Gezeigt wurde bisher nur eine Fassung, die auf leistungsstarken PCs lief und auch sehr gut geschönt sein könnte. Sollte sie nicht geschönt sein, ist es aber hundertprozentig klar, dass dies die Grafik für die Next Gen-Konsolen widerspiegelt und eben nicht die der aktuellen Konsolen PS3 und Xbox 360, die durch ihre große Verbreitung ganz klar die meisten Kopien absetzen werden und für die auch die meisten Vorbestellungen eingegangen sind. Käufer der Versionen für die aktuellen Konsolen werden also (bewusst) geblendet.

Auch das Gameplay und die Manipulierbarkeit der Welt können weder von uns Rezipienten, noch von den Journalisten eingesehen werden, da bisher noch niemand selbst Hand an das Spiel anlegen durfte. Ubisoft hat bis heute (noch nicht mal ein halbes Jahr vor Release) noch keine spielbare Demo ausgegeben, die das fertige Spiel repräsentiert. Bisher hat der Publisher höchstens Abschnitte vorgespielt, wobei es sich hierbei selbstverständlich um welche handelt, die den Mund wässrig machen sollen. Wenn das Spiel aber angeblich so gut und fast fertig ist, stellt sich natürlich die Frage, warum sich noch niemand selbst ein Bild davon machen durfte. Werden wir etwa an der Nase herumgeführt?

Vielleicht tue ich Ubisoft jetzt großes Unrecht, aber gerade bei Ubisoft ist eben Vorsicht angebracht! Hat sich der französische Publisher doch in letzter Zeit unter Gamern zurecht den Ruf erarbeitet, halb fertige Spiele auf den Markt zu schmeißen, mit Trailern und Vorschau-Versionen zu blenden und überhaupt, nicht so sehr an der Qualität des Produkts, sondern vielmehr an der Kohle interessiert zu sein, die ein jährliches Update abwirft, das die blinden Massen ohnehin kaufen. So schien es doch, dass Ubisoft die richtigen Spieler egal sind und eher auf das schnelle Geld der Blöden schielen, die die sinkende Qualität gar nicht bemerken und das Spiel auch noch gut reden, weil es eben einen bekannten Namen hat. „Assassin's Creed 3“, ich schaue in deine Richtung! Wenn ich dann noch Aussagen der Ubi-Oberen höre, dass bei kommerziellem Erfolg von „Watch Dogs“ genau wie bei der „AC“-Reihe, jedes Jahr ein weiterer Ableger folgen soll, erhärtet sich mein Verdacht. Auch „Far Cry 3“, eigentlich ein gutes Spiel, wurde mit geschickter PR als Story-Granate angepriesen; die Geschichte war aber letztendlich dann doch flacher als Keira Knightley.

Das soll hier jetzt gar kein Ubisoft-Bashing werden, die Jungs und Mädels haben auch schon tolle Games rausgebracht und andere Entwickler treiben die Kundenverarsche ja sogar noch weiter. Man denke nur an Gearbox und wie sie bei „Aliens: Colonial Marines“ Presse und Spieler arglistig getäuscht und ihren eigenen Publisher Sega betrogen haben. Ich werde mich auch gerne für sämtliche Skepsis und Vermutungen entschuldigen, sollte Ubisoft mich Lügen strafen, aber dennoch sollte man gerade bei diesem Publisher vorsichtig sein, sich nicht von vermeintlich fetter Grafik täuschen und schon gar nicht vom Hype wegtragen lassen.

-Chris-

Chris am 30.7.13 17:39


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